Giacomo Puccini - Leidenschaft für Oper

Giacomo Antonio Domenico Michele Secondo Maria Puccini - so lang wie die Liste seiner Vornamen ist auch die der Dirigenten in der Familie. Sowohl Vater als auch Großvater waren Komponisten und nachdem Puccini mit 22 Verdis "Aida" gesehen hatte, fühlte auch er sich berufen.

Doch erst 1893 konnte er mit "La Bohème" einen wirklichen Erfolg erzielen. Es folgten zahlreiche erfolgreiche Premieren, die ihn bis an die Metropolitan Opera in New York führten. Puccini konnte seinen Erfolg zu Lebzeiten genießen und auch heute noch werden seine Opern viel gespielt und sind auf der ganzen Welt Publikumserfolge.

Im Folgenden haben wir für Sie eine kleine Sammlung mit Highlights aus unserem Puccini-Repertoire zusammengestellt. Viel Spaß!

Die Opernloge - La Bohème

"La Bohème" ist ein Klassiker des Opernrepertoires und gehört zum Standardprogramm in jedem größeren Opernhaus. Aber: Worum geht es eigentlich? Wer liebt wen und warum muss am Ende immer die Geliebte sterben? Diese Fragen beantworten Ihnen in wenigen Minuten Christian Schaaf und Fridolin Meinl auf amüsante Weise. Lassen sie sich überraschen!

La Bohème - Teatro Real 2006

Wer jetzt Lust bekomen hat, mehr zu sehen: hier ein wunderbarer Ausschnitt aus einer Aufführung aus Madrid. Den Rudolfo singt der venezuelanische Tenor Achiles Machado mit samtweicher, doch kraftvoller Stimme. In dieser Szene lernen sich Rudolfo und Mimi, gesungen von Inva Mula, gerade kennen und er hält zum ersten mal ihre Hand. "Che gelida Manina" - " welch' kaltes Händchen." In der kalten Dachmansarde ist es für beide Liebe auf den ersten Blick. 

Tosca - Bayrische Staatsoper 2009

Die große dramatische Oper Tosca, uraufgeführt im Januar 1900 im Rom, spielt im kriegsgeplagten Italien des späten 18. Jahrunderts. Napoleons Truppen, ein politischer Gefangener, ein Maler und seine Geliebte, eine Opernsängerin - Liebe, Eifersucht, Verrat und Krieg. 

Wir stellen Ihnen hier die Aufnahme aus der Bayrischen Staatsoper vor, in der Jonas Kaufmann den Maler Caravadossi spielt. Kurz vor seiner Hinrichtung gedenkt er seines Lebens und schreibt seiner Geliebten Tosca einen Abschiedsbrief, in dem er sich an die schöne gemeinsame Zeit erinnert. Zum Dahinschmelzen traurig schön!

 

Aus "Tosca": E lucevan le stelle (Act 3, Scene 1)

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"Tosca" in den "Opern kurz & bündig"

Madame Butterfly - Sferisto, Marcerata 2009

Im Japan des späten 19. Jahrhunderts spielt die tragische Oper "Madame Butterfly", die 1904 uraufgeführt wurde. Puccini verarbeitete hier, genau wie in "La Fianculla del West", ein Stück des Amerikaners David Belasco. Der amerikanische Marineoffizier Pinkerton erwirbt in Nagasaki ein Haus mitsamt der Geisha Cio-Cio-San (auf japanisch Frau Schmetterling), von deren exotischer Schönheit er sich sehr angezogen fühlt.

In dieser letzten Szene verabschiedet sich die in der Liebe zutiefst enttäuschte und verletzte Madame Butterfly (gesungen von Raffaella Angeletti) von ihrem Sohn, um sich dann mit dem Dolch ihres Vaters das Leben zu nehmen.

Turandot - Valencia 2008

Eine Puccini Reihe wäre unvollständig ohne diese, seine letzte Oper: Turandot. Die schöne chinesische Prinzessin Turandot weist jeden Verehrer ab - das Versagen beim Lösen der drei Rätsel, die sie aufgibt, wird eiskalt mit dem Tod bestraft. Erst Calaf, der die Rätsel löst und trotzdem abgewiesen wird kann durch die eiskalte Hülle dringen. Er stellt ihr ein Rätsel: sie soll seinen Namen erraten. Sie befiehlt dem Volke nicht zu schlafen und ihr den Namen des Mannes zu bringen. "Nessun dorma" - niemand solle schlafen. Eine der berühmtesten Tenorarien überhaupt und auch dem Klassik-unkundigen Publikum sicher ein Begriff. Genießen Sie diese Arie in einer Inszenierung von Zubin Mehta in Valencia. Es singt Marco Berti.

Aus "Turandot": Nessun dorma (3. Akt, 1. Szene)

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