Hector Berlioz Spezial - Zum Geburtstag eines großen Romantikers

Der am 11. Dezember 1803 geborene Hector Berlioz wird als einer der wichtigsten Vertreter der angehenden Romantik angesehen, auch wenn er das selbst nicht gern gehört hat. Nicht gerade mit Bescheidenheit gesegnet, sah sich Belioz selbst schlicht als einen großen klassischen Komponisten. Die Welt und besonders seine Heimat Frankreich stimmte dem erst nach seinem Tod wirklich zu.  

Seine „Symphonie fantastique: épisode de la vie d’un artiste“ wurde 1830 in Paris uraufgeführt und ist eine symphonische Dichtung, ein musikalisches Drama, wie Berlioz selbst es bezeichnete. Ein junger Musiker trifft die Frau seiner Träume, doch sie verschmäht seine glühende Liebe. Er gibt sich dem Opiumrausch hin und trifft die Angebetete als Hexe auf einem Hexensabbath wieder. Der Traum von Liebe wird zu einem furchtbaren Alptraum.

Inspiriert wurde Hector Berlioz wohl von der eigenen zunächst unerfüllten Liebe zur britischen Schauspielerin Henrietta Smithson. In Berlioz’ Werk gibt es kein Happy End, privat heiratet er Henrietta drei Jahre nach der Uraufführung der „Symphonie fantastique“. 

Aus "La Symphonie fantastique: Rêveries, Passions - Largo"

mehr zu "La Symphonie fantastique" auf Klassik.TV

Aus "La Symphonie fantastique: Songe d'un nuit de Sabbath"

mehr zu "La Symphonie fantastique" auf Klassik.TV

Ein großes Spätwerk Hector Berlioz seine Oper "Les Troyens", an dem er fast sein ganzes Leben lang arbeitete. Die monumentale Oper mit großem Orchesterset, Ballett und Chören wurde zu seinen Lebzeiten nie komplett aufgeführt.

Genießen Sie doch mit uns diese Aufführung unter der Regie von Carlus Padrissa von den 'Fura dels Baus' aus Katalonien.

 

Aus "Les Troyens: Récitatif et choeur (Act 2, Scene 2)

mehr zu "Les Troyens" auf Klassik.TV

Aus "Les Troyens: Ô blonde Cérès (Act 4, Scene 2)

mehr zu "Les Troyens" auf Klassik.TV

Neben seinen Werken als Komponist ist Hector Berlioz auch ein großer Musiktheoretiker, der vor allem mit seinem Buch über die Instrumentation des Orchesters von 1845 "Die moderne Instrumentation und Orchestration" die Musikgeschichte geprägt hat. Nach eigenen Angaben war er auch einer der ersten Dirigenten, die in Orchesterproben mithilfe eines Metronoms das korrekte Tempo für alle Musiker vorgab.

Sein Einfluss auf die spätere Kollegen wie Liszt, Richard Strauss oder Rimski-Korsakow ist unbestritten. Gratulieren Sie mit uns diesem prägenden Komponisten: Happy Birthday Hector Berlioz!