Zum Geburtstag von Christa Ludwig

Sie war eine der großen Mezzo-Sopranistinnen ihrer Zeit. Schon in ihrer Familie drehte sich alles um Oper und Musik: Ihr Vater war Opernsänger und später Intendant. Ihre Mutter Altistin und Gesangspädagogin. Interessanterweise blieb Christa Ludwigs Mutter ihre erste und einzige Gesangslehrerin und begleitete sie fast durch ihre gesamte Karriere. Christa Ludwig debüttierte als Prinz Orlowsky an der Oper Frankfurt, wo sie auch einige Jahre im Ensemble blieb. Ihre große Zeit allerdings begann mit einer Verpflichtung durch Karl Böhm an die Wiener Staatsoper, wo sie über 40 Jahre eine der festen Größen des Ensembles war. Auch international machte sie sich bereits in den späten 1950er Jahren einem Namen, u.a. mit Auftritten an der Scala zusammen mit Maria Callas, den Bayreuther und Salzburger Festspielen, der Met, der Lyric Opera Chicago, Covent Garden und vielen mehr.

Ihr Repertoire umfasste beinahe die gesamte damals gepielte Literatur von Mozart (z.B. Cherubino) über Verdi (Eboli, Lady Macbeth, Amneris), Bizets Carmen, Wagner (Kundry, Waltraute, Fricka, Brangäne) und Strauss (Färberin, Octavian, Klytämnestra) bis hin zur Marie in Alban Bergs Wozzeck. Auch das Liedfach war eine ihrer Domänen.

1994 verabschiedete sie sich mit der Klytämnestra nach einer über 50-jährigen Bühnenkarriere von ihrem Publlikum an der Wiener Staatsoper. Hier sehen wir Christa Ludwig in einem Ausschnitt aus Mahlers "Lied von der Erde" mit den Wiener Philharmonikern unter der Leitung von Leonard Bernstein.