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Was sind eigentlich »Klangfarben«?

Klangfarbe? Klingt einfach. Ist aber kompliziert. Physikalisch betrachtet ist eine Klangfarbe die Summe von Ein- und Ausschwingverhalten sowie die Mischung von Grund- und Obertonschwingungen. Das ist zwar korrekt beschrieben, aber nicht sehr hilfreich für das Verständnis.

 

Um Klangfarben zu verstehen, ist es - wie bei ihren Schwestern, den optischen Farben - am einfachsten, von Beispielen auszugehen. Beinahe jedes Kind kann Rot von Grün oder eben eine Trompete von einer Flöte unterscheiden. Das ist dadurch möglich, dass es die Klangfarben unterscheiden kann, ohne die Instrumente zu sehen. Aber auch einzelne Instrumente können ihrer Klangfarbe variieren: Die Trompete kann leise und weich klingen, oder aber laut, hart und schrill - je nachdem, wie sie gespielt wird. Und das gilt, abgesehen vielleicht von der Orgel, die nicht durch die Spielweise, sondern nur durch Registerwechsel ihren Klang ändern kann, so ziemlich für jedes Instrument. Damit ergibt sich - u.a. auch durch Kombination von Instrumenten im Orchester - ein ganzes Universum von Möglichkeiten zur Gestaltung. Sehen Sie in unserem Beitrag, wie mittels der »Farbpalette« in der Hand eines Komponisten musikalische Gemälde entstehen...