Andris Nelsons im Konzertsaal

 

Der 1978 im lettischen Riga geborene Dirigent entstammt einer Musikerfamilie. Die Mutter gründete ein Ensemble für Alte Musik, in dem Andris Nelsons schon als Kind mitsang. Besonders geprägt hat ihn nach eigenen Angaben eine Aufführung von Richard Wagners "Tannhäuser", in die ihn seine Mutter und sein Stiefvater mitnahmen. Nelsons beschreibt noch heute seine damalige Überwältigung und Rührung, die für ihn das herausragende Erlebnis seiner Kindheit darstellen.

Nach dem Erstinstrument Klavier kam im Alter von 12 Jahren die Trompete dazu, mit der er es auch bis zu einer Stelle im Orchester der Lettischen Nationaloper brachte. Das Dirigieren blieb stets im Fokus und er studierte es schließlich in Sankt Petersburg.  Als er kurzfristig als Trompeter für eine Tournee der Osloer Philharmoniker einspran traf er auf seinen Landsmann Mariss Jansons, der bis heute ein Lehrer und Mentor für Nelsons ist.

Im noch jungen Alter von 24 Jahren kehrte Andris Nelsons 2003 als musikalischer Leiter an die Lettische Nationaloper zurück. Diese Stelle hatte er bis 2007 inne. Von 2006-2009 war er Chefdirigent der Nordwestdeutschen Philharmonie in Herford und seit 2008 ist er Music Director des City of Birmingham Symphony Orchestra. Seine Karriere verläuft weiterhin rasant und führt ihn zu den besten Ensembles und Häusern um den Globus.

 

Das verwundert kaum, wenn man den Herren und seine Begeisterung für seine Berufung bewundert.