Anne-Sophie Mutter im Konzertsaal

Anne-Sophie Mutter (* 29. Juni 1963 in Rheinfelden in Baden) ist als Violinistin bereits heute eine lebende Legende. Ihr sensationelles Debüt absolvierte sie 1977 bei den Salzburger Pfingstkonzerten der Berliner Philharmoniker unter Herbert von Karajan als erst 13-Jährige. Damit glänzt sie nun knapp vier ihrer fünf Lebensjahrzehnte auf internationalen Konzertbühnen, begeistert Publikum und Presse gleichermaßen und ist mit unzähligen mit Preisen, Auszeichungen und Ehrungen bedacht worden.

 

Die Künstlerin ist einer jener seltenen Fälle, bei denen Neigung, Talent, Virtuosität und Gestaltungswillen ideal aufeinandertreffen. Mit fünf Jahren beginnt sie mit dem Geigenspiel und fühlt bereits in den ersten Stunden, als wäre das Instrument "ein Teil von mir". Mit neun studiert sie bereits am Konservatorium und gibt mit zwölf ihr erstes internationales Konzert bei den Musikfestwochen Luzern. Trotz ihres intensiven Studiums, für das sie von der Schulpflicht befreit wird, ist sie keine eindimensionale Monomanin, sondern eine vielfältige und komplexe Künstlerin, die den humanistischen Aspekt ihrer Musikinterpretation und Konzerttätigkeit stets betont. Ihr Repertoire ist folglich ungewöhnlich umfangreich und reicht von Barockwerken bis zu Uraufführungen neuer Musik, darunter etliche Werke, die für sie persönlich geschrieben wurden.

 

Im Laufe ihrer kometenhaften Karriere, die teilweise von persönlichen und familiären Schicksalsschlägen gezeichnet war, ist Anne-Sophie Mutter stets dem Primat ihrer künstlerischen Überzeugung treu geblieben. Phasenweise hat sie sich aus dem Konzertleben etwas zurückgezogen, widmete sich aber unablässig der Förderung junge Geigentalente sowie diversen humanitären Projekten, die sie mit persönlichen Stiftungen unterstützt. Auf ihre Äußerung angesprochen, sie wolle  "mit 45 Jahren aufhören", antwortet sie salomonisch: "Es war John Lennon, der sagte 'Life  happens while we are making plans'". Klassik.TV hofft auf mehr...