Christine Schäfer als Theodora

"Christine Schäfer" im Konzertsaal

Es gab eine Zeit, da wurde die Stimme der 1965 in Frankfurt am Main geborenen Christine Schäfer als "zu zart" für die Opernbühne eingestuft. Noch während ihres Gesangstudiums an der Hochschule der Künste Berlin machte die Sopranistin 1988 mit einem Liederabend beim "Festival Berlin" auf sich aufmerksam. Auf dem Programm standen Aribert Reimanns "Nachtträume". Schäfer machte sich mit ihrem zarten Sopran einen Namen als Oratoriensängerin, hatte 1992 ihr erstes Opernengagement in Innsbruck und debütierte 1993 in den USA als Sophie in Richard Strauss' "Der Rosenkavalier".

1995 schlug sie - in aller Zartheit - als Lulu in Alban Bergs Oper bei den Salzburger Festspielen ein und ist dort seitdem sehr willkommener Gast. Ebenda und in Paris sang sie 2006 auch ihren herausragenden Cherubino in Mozarts "Die Hochzeit des Figaro". In Salzburg an der Seite von berühmten Kolleginnen wie Anna Netrebko und Dorothea Röschmann. 2009 folgte bei den Salzburger Festspielen Georg Friedrich Händels "Theodora" - umjubelt.

Wenn zart - wie in Christine Schäfers Fall - zum Beispiel präzise, klar, sauber oder strahlend bedeutet, dann schreit die Opernbühne förmlich nach so einer Stimme.