Gidon Kremer im Konzertsaal

Gidon Kremer (* 1947) ist einer der stillen Giganten unter den Instrumental-Solisten unserer Zeit. Der Violinist, Dirigent und Festivalleiter aus dem lettischen Riga studierte u.a. in Moskau beim Geigenvirtuosen David Oistrach und gehört damit zur mittlerweile legendären Familie der Oistrach-Schüler, die sich in aller Welt durch ihre innovative, virtuose und musikalisch aufrichtige Verbindung von Gradlinigkeit, Transparenz und Schnörkellosigkeit von der ehemals eher romantisierenden Geigenvirtuosen-Tradition absetzten.

 

Gidon Kremer, der 1978 nicht mehr in die damalige UdSSR zurückkehrte und im sogenannten Westen innerhalb kürzester Zeit eine Weltkarriere als Geigenvirtuose machte, ist mittlerweile in seiner lettischen Heimat wieder äußerst engagiert, u.a. mit der Kremerata Baltica, einer von ihm begründeten Orchesterformation mit jungen Musikern aus dem Baltikum.

 

Gidon Kremer hat seit den 70er Jahren unzählige Aufnahmen eingespielt, die noch heute zu den Klassikern der Diskografie zählen. Außerdem musizierte er mit allen bekannten Dirigenten und Orchestern seiner Zeit, u.a. mit Leonard Bernstein, Herbert von Karajan, Christoph Eschenbach, Nikolaus Harnoncourt, Lorin Maazel, Riccardo Muti, Zubin Mehta, James Levine, Valery Gergiev, Claudio Abbado und Sir Neville Marriner. Auf über 100 CDs für die Labels Melodija, Teldec, BIS Records, Nonesuch, Sony, ECM und Deutsche Grammophon ist er auch mit Kammermusikpartnern wie u. a. Martha Argerich, Mischa Maisky, Oleg Maisenberg, Eduard Brunner, Kim Kashkashian, Isabelle van Keulen, Waleri Afanassjew und Tabea Zimmermann zu hören.