Rolando Villazon im Konzertsaal

Der in Mexiko City geborene Rolando Villazon begann seine musikalische Ausbildung am mexikanischen Nationalkonservatorium, bevor er in den Opernstudios von Pittsburgh und San Francisco seine ersten Erfolge feierte.

 

Als Gewinner mehrerer Preise bei Placido Domingos "Operalia"-Wettberwerb 1999 (einschließlich des Publikums- und Zarzuela-Preises) wurde die internationale Musikszene auf den jungen Sänger aufmerksam. Noch im selben Jahr machte Villazon sein Debut in Europa als Des Grieux in Massenets Manon in Genua, gefolgt von Aflredo in La Traviata an der Pariser Oper und Macduff in Verdis Macbeth an der Berliner Staatsoper.

 

Villazons größte bisherige Publikumserfolge sind die Produktionen in Zusammenarbeit mit der Sopranistin Anna Netrebko. Zusammen erreichte das Paar eine Popularität, die selbst für eingefleischte Opernfans außergewöhnlich ist und ansonsten nur mit Dimensionen in Hollywood vergleichbar ist. Dieser gemeinsame Erfolg ist auch die Basis für hunderte von Legenden, die sich um das Paar und vor allem um das Ende ihrer Zusammenarbeit ranken, die - neben inhaltlichen Differenzen - vor allem durch eine Erkrankung der Stimme von Rolando Villazon ausgelöst wurde.

 

Seither ist es um Villazon, der in den Jahren davor, mit und ohne Anna Netrebko, überall auf der Welt gastierte und viele, vielleicht zu viele Termine wahrgenommen hatte, etwas stiller geworden. Eine Operation an seinen Stimmbändern scheint gelungen zu sein, doch die ehemalige Agilität und vor allem Belastbarkeit der Stimme Villazons scheint noch nicht wieder zur Gänze hergestellt zu sein. Dennoch gastiert er nun wieder in Baden-Baden, Covent Garden, Wien, Berlin und in Salzburg... Die Kritiken stimmen mittlerweile wieder hoffnungsfroh. Es sollte uns freuen....

 

Zwischenzeitlich "behalf" sich der Startenor, der übrigens auch ein äußerst begabter Zeichner und Karikaturist ist und über ein ausgesprochen komisches Talent verfügt, in dem er Fernsehsendungen (u.a den Echo Klassik) moderierte und sein Regiedebüt (Werther, Opéra Lyon, 2011) gab.