Thomas Hampson im Konzertsaal

Als Thomas Hampson die Europäische Opernbühne betrat, ging ein Stern auf: Der gutaussehnde, spielfreudige Bariton mit der perfekten Stimme und seinem samtenen Timbre wurde zum Schwarm aller Opernliebhaber - und vor allem - Opernliebhaberinnen. Doch bei allem Charme, den der amerikanische Bariton - unter anderem in seiner Paraderolle als "Don Giovanni" versprüht - wäre es doch eine grobe Untertreibung, ihn auf diese Seite seines Fachs zu reduzieren.

 

Was an Thomas Hampson beeindruckt, ist seine Universalität in Verbindung mit der stupenden Qualität, die er in allen Facetten seines Fachs erreicht. Man kann ihn ohne Einschränkung als "intelligenten Sänger" bezeichnen, der es versteht, seine Intelligenz und auch Eloquenz in den Dienst der Sache zu stellen: Sei es als Sängerdarsteller, der beiden Teilen des Kompositums gleichermaßen gerecht wird, als Liedinterpret, der u.a. mit seinen Mahler- und Schubertinterpretationen für eine völlig neue Sicht- und Hörweise dieses Repertoirs eröffnet hat oder als rede- und gesellschaftsgewandter Botschafter für Lied- und Operngesang, der mit seiner Stiftung "Hampsong Foundation" weltweit die Erhaltung und Verbreitung der Kunst der Liedinterpretation fördert und subventioniert.

 

Bei Klassik.TV ist Thomas Hampson nicht nur als Opernsänger u.a. in seinen Paraderollen als "Don Giovanni" und "Doktor Faust" zu bewundern, sondern auch als noch junger Liedinterpret der symphonischen Lieder von Gustav Mahler. Diese Aufnahmen entstanden anlässlich der legendären Zusammenarbeit mit Leonard Bernstein und den Wiener Philharmonikern, die in den 80er Jahren zu einer veritablen Renaissance des Werks von Gustav Mahlers führten.