"Der Rosenkavalier" im Konzertsaal

1911 uraufgeführt

Libretto: Hugo von Hofmannsthal

Der Rosenkavalier - Festspielhaus Baden-Baden 2009

"Der Rosenkavlier" ist nach "Elektra" die Zweite von insgesamt sechs Opern von Richard Strauss, zu denen  der österreichische Schriftsteller Hugo von Hofmannsthal das Libretto verfasste. Am Text maßgeblich beteiligt war Harry Graf Kessler, ein Freund Hofmannsthals, der auch in der Widmung erwähnt ist. Richard Strauss und Kessler waren von Hofmannsthals Titel "Rosenkavalier" nicht überzeugt. Es sollen sich aber einige Damen aus dem Kreise der Künstler, nicht zuletzt Richard Strauss' Ehefrau Pauline Strauss-de Ahna, für den Vorschlag Hofmannsthals ausgesprochen haben und der Komponist stimmte schließlich zu. Die Premiere an der Dresdner Hofoper (heute Semperoper) war ein durchschlagender Erfolg: Sonderzüge aus Berlin, Zigaretten namens "Rosenkavalier" und noch mehr zeugten von der Beliebtheit des Werkes, das bis heute zu den populärsten der Opernwelt zählt.

 

Handlung:

Akt I:

In Abwesenheit ihres Gatten, dem Feldmarschall Fürst von Werdenberg, sucht die Feldmarschallin Fürstin Maria Theresia von Werdenberg Nähe bei dem jungen Grafen Octavian Rofrano, genannt Quinquin. Ein entfernter Verwandter der Dame, Baron Ochs auf Lerchenau, kommt überraschend auf Besuch. Der Jüngling versteckt sich, kommt verkleidet als Zofe Mariandel wieder und muss die lüsterne Begeisterung des Barons abwehren. Was den Ernst des Lebens betrifft, befindet sich Ochs auf Lerchenau in Hochzeitsvorbereitung. Sophie, Tochter aus reichem Hause, gilt es zu ehelichen und die Marschallin empfiehlt Octvian als Bräutigamsaufführer ("Rosenkavalier"). Beim morgendlichen Empfang im Schlafgemach der Fürstin, dem Lever, scharen sich allerlei kriecherische Figuren um die Marschallin. In gedämpfter Stimmung ahnt sie das nahende Ende ihrer Liebschaft mit Ocatvian.

Akt II:

Im Hause von Sophies Vater, dem Herren von Faninal, wird der Rosenkavalier erwartet, der der Braut traditionell eine silberne Rose überreichen soll. Als Octavian und Sophie einander erblicken, verlieben sie sich. Der Baron Ochs auf Lerchenau fällt durch schlechtes Benehmen auf und die frisch Verliebten werden bei einem heimlichen Kuss beobachtet und verraten. Ocavian verletzt den Baron mit einem Degen und Sophies Vater droht seiner Tochter mit dem Kloster, sollte sie nicht gehorchen. Dem Baron wird ein Brief zugespielt, in dem er von der Kammerzofe Mariandel, also Octavian, zum heimlichen Stelldichein geladen wird. Er freut sich darauf.

Akt III:

Die Falle für den Baron auf Lerchenau wird vorbereitet. Er soll öffentlich blamiert werden. Es folgt ein inszeniertes Theater und die Polizei rückt an. Der Baron wird vertrieben und die Feldmarschallin verzichtet auf den Jüngling Octavian. Damit ist der Weg frei für eine glückliche Vereinigung von Sophie und dem Grafen Octavian Rofrano.

Personen:

Die Feldmarschallin Fürstin Werdenberg (Sopran)
Der Baron Ochs auf Lerchenau (Bass)
Octavian, genannt Quinquin, ein junger Herr aus großem Haus (Mezzosopran)
Herr von Faninal, ein reicher Neugeadelter (Bariton)
Sophie, seine Tochter (Sopran)
Jungfer Marianne Leitmetzerin, die Duenna (Sopran)
Valzacchi, ein Intrigant (Tenor)
Annina, seine Begleiterin (Alt)
Ein Polizeikommissär (Bass)
Der Haushofmeister der Marschallin (Tenor)
Der Haushofmeister bei Faninal (Tenor)
Ein Notar (Bass)
Ein Wirt (Tenor)
Ein Sänger (Tenor)
Eine Modistin (Sopran)
Ein Tierhändler (Tenor)
Drei adlige Waisen (Sopran, Mezzosopran, Alt)
Vier Lakaien der Marschallin (2 Tenor, 2 Bass)
Vier Kellner (1 Tenor, 3 Bass)
Ein Gelehrter, ein Flötist, ein Friseur, dessen Gehilfe, eine adlige Witwe, ein kleiner Neger
Lakaien, Küchenpersonal, Gäste, Musikanten, Wächter, Kinder, verschiedene verdächtige Gestalten