"Il mondo della luna" im Konzertsaal

1777 uraufgeführt

Libretto: Carlo Goldoni

Il mondo della luna - Theater an der Wien 2009

Kein Geringerer als Carlo Goldoni verfasste die Textvorlage für Joseph Haydns "Il mondo delle luna". Schon davor hatten vier Komponisten den Stoff vertont, der dann, wahrscheinlich nach Bearbeitung eines Unbekannten Dichters, bei Haydns Werk das Libretto stellte. Die Oper wurde zu den Hochzeitsfeierlichkeiten des Grafen Nikolaus Esterházy - einem Sohn von Joseph Haydns Dienstherren, dem Fürsten Nikolaus I. Joseph Esterházy de Galantha - uraufgeführt. Die Ouvertüre findet sich in anderer Orchestrierung im ersten Satz von Haydns Symphonie Nr. 63 wieder und Teile der Oper in seinen Flötentrios sowie im "Benedictus" der Mariazeller Messe.

 

Handlung:

Akt I:

Der Pseudoastronom Ecclitico möchte Ernesto helfen. Dieser junge Kavalier wirbt um Flaminia, die Tochter des reichen Buonafede - wird mit seinem Anliegen von diesem aber schlichtweg ignoriert. Raffiniert macht Ecclitico Buonafede über alle Maßen fasziniert vom Mond und unterstützt dies mit einem Teleskop, das scheinbar die Vorgänge auf der Oberfläche des Erdtrabanten für den Menschen sichtbar macht. Flaminia hat noch eine Schwester, Clarice. Beide leiden unter dem herrischen Vater. Ecclitico "überbringt" Buonafede eine Einladung des "Mondherrschers" und mit Hilfe eines "geheimnisvollen Elixiers" wird die Reise angetreten. In Folge wird Buonafede von dem Gesöff eingeschläfert und träumt von der aufregenden Reise.

Akt II:

Buonafede erwacht in Eccliticos Garten, der mit großem Einsatz den Mond darstellen soll. Das Spiel funktioniert und die Vermählung von Ernesto und Flaminia gelingt ohne Einspruch des Patriarchen - der dann schließlich zu spät merkt, dass er hineingelegt wurde und tobt.

Akt III:

Buonafede wird in seinem eigenen Haus eingeschlossen. Als Bedingung für seine Freilassung wird die Akzeptanz des eigenen Willens der Töchter Flaminia und Clarice gestellt. Buonafede gibt schließlich nach. Zu guter Letzt bereut er auch seine überzogene Strenge früherer Tage und die Oper wird feierlich beendet.

Personen:

Ecclitico (Tenor)
Ernesto (Kontra-Alto)
Buonafede (Bass)
Clarice (Sopran)
Flaminia (Sopran)
Lisetta (Sopran)
Cecco (Mezzosopran)
Studenten und Edelmänner