"Maria Stuarda" im Konzertsaal

1835 uraufgeführt

Libretto: Giuseppe Bardari

Mara Stuarda - Teatro La Fenice Venedig 2010

Donizettis "Maria Stuarda" war ein Auftragswerk des Teatro San Carlo in Neapel - das Libretto lieferte Giuseppe Bardari nach Vorlage von Friedrich Schillers "Maria Stuart". Die Premiere musste immer wieder verschoben werden und nach einer Voraufführung für Königin Maria Christina von Neapel, in der diese aus Ergriffenheit ohnmächtig wurde, verbot die Zensur das Werk. Auch die Premiere 1835 an der Mailander Scala stand unter keinem guten Stern und war mäßig erfolgreich. Erst viele Jahre später, 1958, erlangte "Maria Stuarda" den verdienten Erfolg.

 

Handlung:

Akt I:

Maria Stuart, die ehemalige Königin von Schottland, wurde vor Jahren von ihrem Volk vertrieben und suchte bei ihrer Cousine, Elisabeth I. von England, Schutz. Aus Angst vor öffentlichem Aufruhr ließ Elisabeth die Geflohene einsperren - viele setzen sich nun für deren Freilassung ein und Elisabeth I. ist in der Not, eine Entscheidung zu fällen. Sie erklärt sich zu einem Treffen mit Maria Stuart bereit.

Akt II:

Maria Stuart wird dringend geraten, sich bei der Zusammenkunft mit Elisabeth I. demütig auf die Knie zu begeben, um die Engländerin milde zu stimmen. Sie will diesem Rat Folge leisten, doch es kommt alles anders. Die Damen geraten in einen heftigen Streit und die Schottin wird wieder eingekerkert.

Akt III:

Elisabeth I. unterschreibt Maria Stuarts Todesurteil. Ihr Ende vor Augen erleidet Maria Wahnvorstellungen, kann aber von einem katholischen Priester zurück in die Realität geholt werden, beichtet und harrt gefasst der Vollstreckung des Urteils.

Personen:

Maria Stuart, Königin von Schottland (Sopran)
Elisabeth I., Königin von England (Mezzosopran)
Graf Leicester (Tenor)
Georg Talbot, Graf von Shrewsbury (Bariton)
Sir William Cecil, Baron von Burleigh (Bass)
Anna Kennedy, Maria Stuarts Amme (Alt)
Katholischer Priester
Französischer Gesandter
Hofstaat, Wachen, Diener (Chor)