"Rigoletto" im Konzertsaal

1851 uraufgeführt

Libretto: Francesco Maria Piave

Rigoletto - Oper Zürich
Klassik.TV Opernloge - kurze Videoeinführung

 

Die Uraufführung von "Rigoletto" im Teatro La Fenice in Venedig geriet in Gefahr, weil die regierenden österreichischen Behörden einige Punkte im Libretto Piaves zu beanstanden hatten. Verdi war sehr erbost über die Blauäugigkeit seines Librettisten, war doch die Sensibilität der Österreicher zu dieser Zeit keine Überraschung. Nach einigen Querelen und nicht zuletzt Veränderungen des Textes konnte das Werk schließlich am 11. März 1851 in Venedig zur Premiere gebracht werden. Beim Publikum wurde die Oper frenetisch gefeiert und ist bis heute eines der meist gespielten Werke auf den Opernbühnen weltweit - die Tenorarie "La donna è mobile" ist ein populärer Reisser, dem man auch als "Nicht-Operngänger" kaum entkommt.

 

Handlung:

Akt I:

Der bucklige Narr Rigoletto verspottet einige Mitglieder des Hofes seines Herren, dem Herzog von Mantua. Die Höflinge planen, sich an Rigoletto zu rächen. Der Herzog von Monterone erscheint, um den Herzog von Mantua zur Rede zu stellen, da dieser seine Tochter entehrt hat. Auch Monterone wird von Rigoletto verspottet und verflucht den Herzog und seinen Narren. Die Festnahme Monterones folgt. Rigoletto hat aufgrund des Fluches üble Vorahnungen. Der Herzog von Mantua schwärmt für Rigolettos Tochter Gilda und schleicht sich in des Narren Haus. Er gibt sich als armer Student aus und gesteht ihr seine Liebe. Als Schritte zu hören sind, verschwindet er durch den Hinterausgang. Die Schritte kommen von den Höflingen, die Gilda entführen wollen, weil sie sie für die Geliebte Rigolettos halten. Rigoletto wird durch einen Trick der Höflinge auch noch zum Mithelfer, hört dann die Hilferufe seiner Tochter und sucht sie vergebens. Der Fluch Monterones scheint zu wirken.

Akt II:

Zuerst erbost über Gildas Entführung, ist der Herzog doch sehr erfreut, als die Höflinge ihm mitteilen, dass das Mädchen bereits in sein Schlafzimmer gebracht worden sei. Rigoletto kommt und fordert seine Tochter zurück. Überrascht von der Nachricht, dass Gilda Rigolettos Tochter und nicht die Geliebte ist, verhöhnen die Entführer ihn dennoch nur weiter. Gilda verliert ihr Herz und auch ihre Unschuld an den Herzog. Rigoletto schwört Rache.

Akt III:

Rigoletto will seine Tochter von der Liebe zum Herzog abbringen und gibt auch dessen Ermordung in Auftrag. Obwohl Gilda herausfindet, dass der Herzog durchaus auch anderen Frauen zugetan ist, hält sie an der Liebe zu ihm fest und opfert sich schließlich sogar für ihren Angebeteten. Gilda stirbt in den Armen ihres entsetzten Vaters. "Der Fluch!", brüllt dieser voll Schmerz.

Personen:

Herzog von Mantua (Tenor)
Rigoletto, sein Hofnarr (Bariton)
Gilda, dessen Tochter (Sopran)
Giovanna, Gildas Gesellschafterin (Alt)
Graf von Monterone (Bariton)
Graf Ceprano (Bariton)
Gräfin Ceprano (Sopran)
Marullo, ein Kavalier (Bariton)
Borsa, ein Höfling (Tenor)
Sparafucile, ein Mörder (Bass)
Maddalena, dessen Schwester (Mezzosopran)
Höflinge (Herrenchor)