Dvorak - Cellokonzert b-Moll op. 104

von Antonin Dvorák

Angeblich mochte Dvorák das Cello gar nicht. Er beschrieb das Instrument einmal als .ein Stück Holz, das oben kreischt und unten brummt". Nachdem er sich jedoch an die Arbeit gemacht hatte, muss er Feuer gefangen haben, denn ihm glückte die schier perfekte Balance zwischen Virtuosität und inhaltlichem Anspruch. Alles in der auf Grandezza zielenden Gesamtanlage des Konzerts speist sich aus schlüssigen motivischen Zusammenhängen. Das Werk ist bereits vom bevorstehenden Abschied aus dem Gastland Amerika geprägt und lässt Dvoraks Heimweh erahnen. So verzichtet der Komponist hier bewusst auf die in den vorangegangenen Stücken unverkennbaren Anklänge an amerikanische Volksweisen. Stattdessen stellt er ein Eigenzitat aus seinem reichen Liedschaffen - aus den Vier Liedern nach Texten von Ottilie Malybrok-5tieler op. 82 - in den Mittelpunkt des musikalischen Geschehens. 1948 in Riga/Lettland geboren, zählt Mischa Maisky zur internationalen Solisten-Spitzenklasse. Seinen ersten Unterricht am Cello bekam er im Alter von acht Jahren. Vom Konservatorium seiner Heimatstadt wechselte er 1962 an das von leningrad und machte 1965 von sich reden, als er beim nationalen sowjetischen Musikwettbewerb den ersten Preis gewann. Im folgenden Jahr gewann er den internationalen Tschaikowsky-Wettbewerb in Moskau und wurde am dortigen Konservatorium von Mstislaw Rostropowitsch in die Meisterklasse aufgenommen. Nachdem seine Schwester 1969 nach Israel ausgewandert war, erschien Maisky dem Sowjet-System als Staatsfeind. Er wurde verhaftet und 1970 in ein Arbeitslager gesteckt. Mehr als zwei Jahre lang konnte er sein Instrument nicht spielen und schaffte es erst im Winter 1972, sich nach Israel abzusetzen.

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Komponist

Antonin Dvorák

Dirigent

Libor Pesek

Mitwirkende:

Mischa Maisky (Cello)

Ensembles:

Prager Symphoniker

Details

Komponist:

Antonin Dvorák

Aufnahme:

Alte Oper Frankfurt 1993

Dauer:

00:43:12