Wayne McGregor - Chroma

von Wayne McGregor

Chroma (2006) war Wayne McGregors zweites großes Bühnenstück für The Royal Ballet. Getanzt wird hier zu einer Kombination aus Originalmusik von Joby Talbot und musikalischen Arrangements von Jack White von den White Stripes. Wie so oft in McGregors Werken kann man hier die Bewegungen der Tänzer als rein abstrakt, als physikalische Darstellung der Musik sehen. Aber eine erzählerische, emotionale Interpretation ist ebenso berechtigt. Für McGregor ist die menschliche Gestalt von Natur aus dramatisch. Andererseits können die extremen Bewegungen als Versuch des Choreografen und seiner Tänzer gelesen werden, die Grenzen der körperlichen Möglichkeiten auszutesten oder, metaphorischer gesehen, als Symbol für die Suche nach Transzendenz. Von Anfang an stellt McGregors Werk immer wieder die gleichen Fragen: Wer sind wir, wie stehen wir in Verbindung und welches ist unser Platz im Universum? Der letzte Teil von Chroma vereint die zehn Mitglieder der Besetzung auf der Bühne. Waren wir Zeugen einer Reise? Einer Geschichte? Die Tatsache, dass die Besetzung genauso regungslos endet wie sie begann, impliziert, dass sich hier in gewisser Weise der Kreis wieder schließt. Aber wie bei allen Tanzstücken von McGregor liegt es an dem Zuschauer selbst, dies festzumachen.

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Komponist

Joby Talbot, Jack White III

Mitwirkende:

Federico Bonelli, Ricardo Cervera, Mara Galeazzi, Sarah Lamb, Steven McRae, Laura Morera, Ludovic Ondiviela, Tamara Rojo, Eric Underwood, Jonathan Watkins, Edward Watson

Ensembles:

Orchestra of the Royal Opera House

Team:

John Pawson (Bühnenbild), Moritz Junge (Kostüme), Lucy Carter (Lichtgestaltung)

Details

Komponist:

Joby Talbot, Jack White III

Aufnahme:

Royal Ballet, Covent Garden 2009

Dauer:

00:25:01